Liechtensteiner mit guten Leistungen

Die Liechtensteiner Snowboarder wussten sich gleich bei ihrem ersten FIS-Einsatz sehr gut in Szene zu setzen. Julia Rheinberger und Daniel Ospelt schafften im Kaunertal mit den Rängen zwölf bzw. acht bereits die Weltcup-Qualifikation. Mit diesen Platzierungen schafften sie die Hürden von zehn Weltcuppunkten und können nun Weltcuprennen bestreiten.

von Conny Hofer

 

Julia Rheinberger hat dank ihrer sehr guten Platzierung ihre Ambitionen auf eine Olympiaqualifikation erneut deutlich unterstrichen. Sie muss sich nun in zwei Weltcuprennen unter den besten 60 Prozent des Feldes behaupten, damit sie die geforderten Limiten für die Olympischen Winterspiele 2002 in Salt Lake City erfüllen kann.

Daniel Ospelt liebäugelte gestern beim Saisonauftakt gar mit einem Podestplatz. Er schaffte die Qualifikation für das Finale der besten 16 im Feld von 60 Fahrern problemlos. Ein Bindungsschaden verhinderte dann aber eine noch bessere Klassierung und Daniel Ospelt musste sich mit Rang acht begnügen.

Mit Michele Laghi, Reto Heeb, Pascal und Guido Kölbener waren gestern Samstag noch vier weitere Snowboarder aus Liechtenstein am Start. Michele Laghi peilte dabei auch die Weltcuppunktegrenze von zehn Zählern an, verpasste diese als 19. aber vorerst noch. Immerhin konnte er sechs Punkte auf seinem Konto verbuchen.

Schwierige Bedingungen

Reto Heeb auf Platz 38 sowie Guido und Pascal Kölbener auf den Rängen 43 bzw. 49 kamen noch nicht ganz auf Touren, was wohl auch auf die schwierigen Wetterverhältnisse zurückzuführen ist.

<<Die Bedingungen waren ziemlich schwierig und man könnte den Bewerb fast als Lotterierennen bezeichnen. Sturmböen, Gegenwind und Neuschnee gaben uns einige Probleme auf, was aber keine Entschuldigung für unsere mässigen Leistungen sein soll. Julia und Daniel haben schliesslich gezeigt, dass gute Resultate auch bei diesem Wetter möglich sind>>, so Trainer Guido Kölbener nach dem Rennen.

Im Parallel-Slalom lief es nicht mehr so gut

Gestern nahmen Rheinberger, Heeb, Laghi und Guido Kölbener an gleicher Piste am Parallel-Slalom teil. Ein ähnlich gutes Abschneiden wie am Vortag blieb ihnen jedoch versagt. <<Es lief uns nicht mehr so gut wie noch am Samstag. Julia Rheinberger verpasste das Finale um einen Rang, Michele Laghi fehlten knapp drei Sekunden. Leider stand keiner von uns im Finale. Wir hatten sicher mehr erwartet, doch sollte es nicht sein>>, sagte Guido Kölbener.