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Michele
Laghi startet an der WM in Kreischberg (Ö)
Was vor rund sechs Jahren
als Fun begann, hat sich für Michele Laghi zum professionellen
Wettkampfsport entwickelt. Höhepunkt dieser Entwicklung ist für
den Schaaner die WM-Teilnahme im steirischen Kreischberg (11. bis
19. Januar).
Der 28-jährige Michele Laghi aus
Schaan ist bereits gestern (das <<Vaterland>>
berichtete) ins Pitztal gereist, wo er sich bis heute Nachmittag den
letzten Schliff holen will. Danach geht es weiter nach
Murau-Kreischberg, wo er am Sonntag beim Riesenslalom erstmals ein
WM-Rennen bestreiten wird. <<Auf diesen Anlass habe ich mich
gezielt vorbereitet. Ich freue mich, dass es endlich
losgeht>>, so der Schaaner, der seit 20. Dezember Halbprofi
ist.
Mit neuem Material ein gutes
Resultat erzielen
Er gehe gut vorbereitet in diese
WM, obwohl er in diesem Winter kaum Rennen habe bestreiten können
und ihm deshalb die Wettkampfpraxis etwas fehle, so Laghi.
<<Mit diesem Handicap haben aber fast alle zu kämpfen, denn
da nirgends Schnee lag, konnten keine Rennen durchgeführt
werden.>> Man müsse aus dieser Situation aber das Beste
machen. Und das heisst für ihn: Alles riskieren, denn mit einer
aggressiven Fahrt und dem nötigen Glück könnte viel drinliegen. Für
den Schaaner heisst dies konkret: <<Im Riesenslalom strebe ich
eine Platzierung in den Top 25 an. Im Slalom und im Boardercross
habe ich keine Ziele, da werde ich einfach alles probieren>>,
so Laghi, der von seiner Ausrüsterfirma speziell auf die WM hin ein
neues Board bekommen hat. <<Es gibt derzeit weltweit nur 60
dieser neuen Snowboards der Marke F2. Das Brett läuft sehr gut, ich
hoffe nur, dass ich das auch ins Rennen umsetzen kann.>>
Internationale Trainingsgruppe
Michele Laghi trainiert während
der Sommer- und Wintermonate im United
Boarders-Pro-Team, wo sich Snöber
aus Kananda, Australien, der Schweiz und Österreich unter der
professionellen Leitung von Trainer René Brunner auf die Rennen
vorbereiten. <<Da ich quasi der einzige Liechtensteiner bin,
der profimässig Snowboard fährt, habe ich keine andere Möglichkeit,
als mich einem solchen internationalen Team anzuschliessen. Für
mich ist dieses Training enorm wichtig, und ich kann auch sehr viel
profitieren, denn René Brunner ist ein ausgezeichneter
Trainer>>, ist Laghi über diese Lösung glücklich, obwohl er
sich aus finanzieller Sicht auch über eine andere Lösung freuen würde.
<<Ich bezahle alles aus eigener Tasche. Das ist nicht immer
einfach, doch es geht nicht anders.>>
362 Aktive aus 39 Ländern
Während im alpinen und nordischen
Ski-Weltcup Absagen bzw. Verlegungen aufgrund des aktuellen
Warmwetters an der Tagesordnung sind, können die
Snowboard-Weltmeisterschaften in Murau-Kreischberg planmässig über
die Bühne gehen. Das verkündeten die Veranstalter bereits vor
einiger Zeit.
Laut OK-Chef Hello Haas liegt auf
den steirischen WM-Hängen ausreichend Schnee und auch die
Big-Air-Anlage ist okay. Die Halfpipe soll in diesen Tagen so weit
fertig gestellt werden, dass dort am 13./14. Januar trainiert werden
kann.
Bis zu 40'000 Zuschauer
20'000 bis 40'000 Zuschauer werden
bei der diesjährigen WM erwartet. Den enormen Aufschwung dieser
Trendsport-art dokumentiert auch die Teilnehmerzahl. Waren bei der
ersten WM 1996 in Lienz nur 14 Länder vertreten, so haben für
Murau 39 Verbände nicht weniger als 362 Aktive genannt. Das stellt
natürlich einen neuen Rekord dar.
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