Julia Rheinberger ein heisses Eisen ?

Julia Rheinberger wird an der Junioren-Snowboard-WM, die vom 12. bis 15. Februar in Prato Nevoso (It) stattfinden wird, Liechtensteins Farben vertreten. Ursprünglich wollte der Verband drei Nachwuchskräfte entsenden.

Die fehlende FL-Staatsbürgerschaft verunmöglicht einen Start zweier Hoffnungsträger. <<Pascal Kölbener und Pascal Bigliel hatten sich bereits auf die WM-Teilnahme eingestimmt und die Intensität auf diesen Grossanlass erhöht>>, ärgert sich der Trainer der Liechtensteinischen Snowboard-Association (LSBA), Guido Kölbener.

Auch die Intervention von LSV-Präsident Stefan Dürr hatte bei der FIS nicht gefruchtet. Pascal Kölbener und Pascal Bigliel dürfen wegen fehlender Staatsbürgerschaft nicht für Liechtenstein in Prato Nevoso, das kurzfristig für Bardoneccia eingesprungen ist, starten. <<Die beiden Nachwuchsfahrer besitzen zwar die Liechtensteiner Lizenz, haben einen Lokalpatriotismus entwickelt, doch die FIS bleibt ihren Richtlinien treu>>, so Guido Kölbener. <<Die Enttäuschung war denn auch gross.>> Kölbener und Bilgliel hatten sich gezielt im Sommertraining mit dem Mountainbike und dem Langboard vorbereitet. Ende August gings in den Kraftraum, wo ein gezielter Aufbau in Angriff genommen worden ist. <<Es sei ein Dank an Fitness 2000 erlaubt, die uns zu günstigen Konditionen trainieren liessen.>>

<<Julia Rheinberger ist gut drauf>>

Julia Rheinberger ist deshalb das einzige Eisen im Feuer und wird vom Schweizer Team betreut. <<Sie ist gut drauf und hat ihre Unsicherheit aus dem Vorjahr allemal überwunden>>, lautet die Einschätzung von Trainer Kölbener viel versprechend. Ihre besten Chancen besitzt sie im Parallel-Riesenslalom. Trainer Kölbener traut ihr einiges zu: <<Das Finale der besten 16 wird sie bestimmt erreichen. Wenn sie dieses erste Teilziel erreicht, liegt einiges drin.>> Ein zweiter Start der Vaduzerin ist im Boarder-Cross geplant, wo die Erwartungen ungewiss sind.

Sieg bei der Swiss-Serie

Ein Beleg für ihre gute Form war der Start am vergangenen Wochenende bei der Swiss-Serie in Engelberg (Sz). Die Liechtensteinerin gewann bei den Juniorinnen den Parallel-Slalom mit grossem Vorsprung.

Daneben überzeugten Pascal Kölbener und Pascal Bigliel mit den Rängen fünf respektive sieben im Parallel-Slalom. Am Sonntag fuhren die zwei Nachwuchshoffnungen erstmals bei einem FIS-Rennen in die Punkteränge: Bigliel heimste 11,0 und Kölbener 9,0 Punkte ein.

Trainer Guido Kölbener startete ebenfalls am Titlis und schaffte bei den Masters am Samstag sogar den Sprung aufs Podest: Rang drei. Beim FIS-Rennen am Sonntag realisierte er 8,0 FIS-Punkte und blieb hauchdünn hinter seinen jungen Schützlingen zurück.

 

Snowboard

Swiss Series in Engelberg (Sz). Samstag. Elite Herren: 1. Toni Albrecht (Sz-Dardin) 52,77. 2. Roland Haldi (Sz-Schönried) 52,91. 3. Philipp Imhof (Sz-Bettmeralp) 53,29. - 29 klassiert.

 

Masters: 1. Andreas Eiselin (Sz-Udligenswil) 54,28. 2. Martin Burger (Sz-Möriken) 59,51. 3. Guido Kölbener (Lie-LSBA) 1:01,04. - 8 klassiert.

 

Junioren: 1. Arnold Felix (Sz-Bürglen) 59,50. 2. Thomas Coldabella (Sz-Stans) 59,88. 3. Mathias Huber (Sz-Stans) 1:00,46. Ferner: 5. Pascal Kölbener (Lie-LSBA) 1:02,28. 7. Pascal Bigliel (Lie-LSBA) 1:03,62. - 15 klassiert.

 

Frauen: 1. Rebeka von Känel (Sz-Reichenbach) 59,06. 2. Patrizia Kummer (Sz-Mühlebach) 1:12,40. - 2 klassiert.

 

Juniorinnen: 1. Julia Rheinberger (Lie-LSBA) 1:01,77. 2. Simone Schneider (Sz-Frutigen) 1:09,92. 3. Marly Gisler (Sz-Flüelen) 1:12,60. - 4 klassiert.

 

FIS-Race. Parallel-Slalom. Sonntag. Herren: 1. Heinz Inniger (Sz). 2. Roland Haldi (Sz). 3. Cyrill Bühler (Sz). Ferner. Quali 2. Lauf: 20. Pascal Bigliel (Lie) 58,68 (11 FIS-Punkte). 22. Pascal Kölbener (Lie) 59,89 (9). 23. Guido Kölbener (Lie) 1:01,15 (8).